
Er ist wie der Mond. Er glänzt bleich, zieht aber eine Nacht hinter sich her.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Gleichartige Zitaten

Nacht. Hinter einer aufgelösten Wolke glimmt ein 40 Watt Mond.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Hinter das Wort „Pflichten“ setzen wir eine Punkt. Hinter „Rechte“ setzen wir Doppelpunkt.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Der Schwan
Lautlos unter dem Spiegel des Sees tief und ruhig,
Der Schwan jagt die Wellen mit seinen großen Schwimmfüßen
Und gleitet. Seine Daunenseiten ähneln
Den Schnee des Aprils, der in der Sonne schmilzt;
Aber, fest und aus mattem Weiß, pulsierend in der Zephirbrise,
Seine große Flügel verbreitet wie ein Segelboot.
Er hebt seinen schönen Hals über den Schilf an,
Taucht, fährt hin als er über dem Wasser ragt,
Seine liebenswürdige Kurve wie ein Profil von Akanthus,
Und versteckt seinen schwarzen Schnabel in seiner funkelnden Kehle.
Bald zwischen den Kiefern, bleibt er im Schatten und im Frieden,
Gleitet er und läßt das dichte Gras
Hinter ihm wie den Schweif eines Kometen,
Als er mit einem prächtigen und schmachtenden Reiz geht;
Die Grotte, wo der Dichter zuhört, gezogen durch seine Gefühle
Und neben dem Wasser, das Tränen einer ewigen Abwesenheit hervorruft,
Gefällt ihm: er streicht dort herum; ein Weideblatt
Fällt schweigsam, und streift seine Schultern;
Bald begibt er sich zum Freiluft und, weit vom dunklen Wald,
Großartig, schlägt sich gen Himmel,
Er wählt, seine gefeierte Weiße anzuzeigen,
Blendend an der Stelle, wo die Sonne ihn bewundern kann.
Dann wenn die Ufer des Wassers nicht mehr unterscheidbar sind,
Zur Zeit als alle Form eine konfuse Erscheinung ist,
Wo der Horizont braun wird, mit einem langen roten Streifen,
Dann wenn weder Schilf noch Gladiolen sich rühren,
Daß die Baumfrösche in der serenen Luft quaken,
Und wenn der Glühwürmchen im Mondschein glänzt,
Der Vogel im dunklen See, in dem unten
Die Pracht einer milch weißen und violetten Nacht sich gespiegelt zeigt,
Wie eine silberne Vase unter Diamanten
Schläft, Kopf unter seinem Flügel, zwischen zwei Firmaments.
Gedicht von Sully Prudhomme, uebersetzt von David Paley
beigefuegt von Dan Costinaş
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Schwere Zeiten! Heute nacht habe ich am Himmel nur einen halben Mond erblickt.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Die Poesie wurde in jener Nacht geboren, als der Mensch den Mond zu betrachten begann, wissend, daß er nicht eßbar ist.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Sie blenden sich gegenseitig mit ihren Fackeln, und die Nacht bleibt Nacht.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Der Einsame
Wie einer, der auf fremden Meeren fuhr,
so bin ich bei den ewig Einheimischen;
die vollen Tage stehn auf ihren Tischen,
mir aber ist die Ferne voll Figur.
In mein Gesicht reicht eine Welt herein,
die vielleicht unbewohnt ist wie ein Mond,
sie aber lassen kein Gefühl allein,
und alle ihre Worte sind bewohnt.
Die Dinge, die ich weither mit mir nahm,
sehn selten aus, gehalten an das Ihre -:
in ihrer großen Heimat sind sie Tiere,
hier halten sie den Atem an vor Scham.
Gedicht von Rainer Maria Rilke aus Das Buch der Bilder (2 April 1903)
beigefuegt von Anonym
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Hinter dem Lächeln verbirgt sich die Schärfe der Zähne.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Der Mond hat eine unsichtbare Seite, der Mensch mehrere.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Die Flammen von Alexandria haben die Nacht in Tag verwandelt, aber es folgten lange Jahre der Finsternis.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Wenn man die Augen schließt, wird es Nacht. Aber es ist absurd, nach Sternen zu suchen.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Oft stolpern die Menschen über eine Wahrheit, aber sie richten sich auf und gehen weiter, als sei nichts geschehen.
Zitat von Winston Churchill
beigefuegt von Dan Costinaş
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Warum zieht uns gerade die Strenge des Gipfels an?
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
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Nur durch das Tor der Sinne zieht die Welt in das Gemüt des Menschen ein.
Zitat von William Thierry Preyer
beigefuegt von Dan Costinaş
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Abends vom Berg
Abends vom Berg hoer ich die Floete noch weine,
Herden ziehn, als funkelnd die Sterne erscheinen,
Quirlender Quell schluchzt in dem Born, wie im Traume;
Liebste, du harrst bei dem Akazienbaume.
Heiliger Mond schwebt ueber dichten Gewinden,
Schuetteres Laub moechte dein Auge hier finden,
Hoch in der Nacht flimmern schon feucht die Gestirne,
Sehnend die Brust, voll von Gedanken die Stirne.
Wolken entfliehn, schmmern im Daemmerlicht schwaecher,
Hoeher hinauf dringen gealterte Daecher,
Hoere den Feldbrunnenmast aechzen im Winde,
Rauch fuellt das Tal, Floetenton murmelt gelinde.
Muede vom Feld kommen mit Sensen die Leute;
Schlagbrett ertoent, staerker noch rattert es heute,
Glocke schallt tief unten aus alternder Kehle.
Gluehend entbrennt mir von der Liebe die Seele.
Bald wird der Schlaf ueber die Haeuser sich legen:
Bald komm auch ich eilemden Schritts dir entgegen;
Bleiben wir dann nachts in dem Dunkel verborgen:
Werden wir lang kosen uns, bis in den Morgen.
Kopf neben Kopf, uns immer enger gehalten,
Schlafen voll Glueck laechelnd wir unter dem alten
Baume.- Ach, wer wuerde nicht gerne das Leben
Fuer eine solch herrliche Wonnenacht geben?
Gedicht von Mihai Eminescu, uebersetzt von Zoltan Franyo
beigefuegt von Simona Enache
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Initiale
Aus unendlichen Sehnsüchten steigen
endliche Taten wie schwache Fontänen,
die sich zeitig und zitternd neigen.
Aber, die sich uns sonst verschweigen,
unsere fröhlichen Kräfte—zeigen
sich in diesen tanzenden Tränen.
Gedicht von Rainer Maria Rilke aus Das Buch der Bilder (20 Juli 1899)
beigefuegt von Anonym
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Noch ist es Tag, da rühre sich der Mann,
Die Nacht tritt ein, wo niemand wirken kann.
Goethe în West-östlicher Divan: Buch der Sprüche (1819)
beigefuegt von Dan Costinaş
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Ich weiß nicht, wie ich der Welt erscheinen mag; aber mir selbst komme ich nur wie ein Junge vor, der am Strand spielt und sich damit vergnügt, ein noch glatteres Kieselsteinchen oder eine noch schönere Muschel als gewöhnlich zu finden, während das große Meer der Wahrheit gänzlich unerforscht vor mir liegt.
Zitat von Isaac Newton
beigefuegt von Dan Costinaş
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Ich bitte die Kinder um Verzeihung, daß ich dieses Buch einem Erwachsenen widme. Ich habe eine ernstliche Entschuldigung dafür: Dieser Erwachsene ist der beste Freund, den ich in der Welt habe. Ich habe noch eine Entschuldigung: Dieser Erwachsene kann alles verstehen, sogar die Bücher für Kinder. Ich habe eine dritte Entschuldigung: Dieser Erwachsene wohnt in Frankreich, wo er hungert und friert. Er braucht sehr notwendig einen Trost. Wenn alle diese Entschuldigungen nicht ausreichen, so will ich dieses Buch dem Kinde widmen, das dieser Erwachsene einst war. Alle großen Leute sind einmal Kinder gewesen (aber wenige erinnern sich daran).
Antoine de Saint-Exupéry în Der kleine Prinz (1943)
beigefuegt von Dan Costinaş
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Mein Leben ist nicht diese steile Stunde
Mein Leben ist nicht diese steile Stunde,
darin du mich so eilen siehst.
Ich bin ein Baum vor meinem Hintergrunde,
ich bin nur einer meiner vielen Munde
und jener, welcher sich am frühsten schließt.
Ich bin die Ruhe zwischen zweien Tönen,
die sich nur schlecht aneinander gewöhnen:
denn der Ton Tod will sich erhöhn -
Aber im dunklen Intervall versöhnen
sich beide zitternd.
Und das Lied bleibt schön.
Gedicht von Rainer Maria Rilke aus Das Stundenbuch (1899)
beigefuegt von Anonym
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