
Die Seele einer Frau ist wie ein Buch. Es muß sehr gut sein, um es zweimal zu lesen.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Gleichartige Zitaten

Wo der Mann einer Frau die Autotür öffnet, ist entweder die Frau neu - oder das Auto.
Zitat von Henry Ford
beigefuegt von Dan Costinaş
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Mit einer verliebten Frau kann man alles machen, was sie will.
Zitat von Marcello Mastroianni
beigefuegt von Dan Costinaş
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Faulheit muß sehr anstrengend sein. Die Faulen ruhen sich am meisten aus.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
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Ich habe so viele Botschaften ins Jenseits geschickt; keine ist zurückgekommen. Es muß dort sehr gut sein.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
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Ich bitte die Kinder um Verzeihung, daß ich dieses Buch einem Erwachsenen widme. Ich habe eine ernstliche Entschuldigung dafür: Dieser Erwachsene ist der beste Freund, den ich in der Welt habe. Ich habe noch eine Entschuldigung: Dieser Erwachsene kann alles verstehen, sogar die Bücher für Kinder. Ich habe eine dritte Entschuldigung: Dieser Erwachsene wohnt in Frankreich, wo er hungert und friert. Er braucht sehr notwendig einen Trost. Wenn alle diese Entschuldigungen nicht ausreichen, so will ich dieses Buch dem Kinde widmen, das dieser Erwachsene einst war. Alle großen Leute sind einmal Kinder gewesen (aber wenige erinnern sich daran).
Antoine de Saint-Exupéry în Der kleine Prinz (1943)
beigefuegt von Dan Costinaş
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Jede Fortdauer einer vom Lustprinzip ersehnten Situation ergibt nur ein Gefühl von lauem Behagen; wir sind so eingerichtet, dass wir nur den Kontrast intensiv genießen können, den Zustand nur sehr wenig.
Zitat von Sigmund Freud
beigefuegt von Dan Costinaş
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Sonett VII
Man sieht vergehen die belebten Dinge,
sowie die Seele nicht mehr bleiben mag.
Du bist das Feine, ich bin das Geringe,
ich bin der Leib: wo bist du, Seele, sag?
Lass mich so lang nicht in des Ohnmacht. Trage
Sorge für mich und rette nicht zu spät.
Was bringst du deinen Leib in diese Lage
und machst, dass ihm sein Köstlichstes enträt?
Doch wirke so, dass dieses Sich-Begegnen
in Fühlbarkeit und neuem Augenschein
gefahrlos sei: volliehs nicht in verwegnen
und herrischen Erschütterungen: nein,
lass sanfter in mich deine Schönheit gleiten,
die gnädig ist, um länger nicht zu streiten.
Gedicht von Louise Labe, uebersetzt von Rainer Maria Rilke
beigefuegt von Simona Enache
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Wenn eine Frau ein paar schöne Beine hat, kann sie sich den Luxus erlauben, Analphabet zu sein. Zwei weibliche Waden wiegen mehr als der ganze Geist von Rabelais.
Zitat von Pitigrilli
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Ich bin sehr optimistisch, wenn ich mir vorstelle, was die Menschheit tun könnte. Ich bin aber sehr pessimistisch, dass sie es tatsächlich auch tun wird.
Zitat von Paul R. Ehrlich
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Jede Mutter hofft, daß ihre Tochter einen besseren Mann bekommt als sie selber und ist überzeugt, daß ihr Sohn niemals eine so gute Frau bekommen wird wie sein Vater.
Zitat von Martin Andersen-Nexø
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Peer Steinbrück wird nie wieder in einem Kabinett von Frau Merkel zu finden sein.
Zitat von Peer Steinbrück
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Der beste Weg, einen Freund zu haben, ist der, selbst einer zu sein.
Zitat von Ralph Waldo Emerson
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Wenn Sie die Zeitung nicht lesen, sind Sie nicht informiert. Wenn Sie die Zeitung lesen, sind Sie falsch informiert.
Zitat von Mark Twain
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Wenn ein Mann davon träumt, dass er mit Marilyn Monroe schläft, dann ist das sein gutes Recht. Aber wenn er aufwacht, muss er nun mal zur Kenntnis nehmen, dass seine Frau eine andere ist.
Zitat von Daniel Barenboim
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Der Schriftsteller muß in erster Reihe ein Leser sein und zwar einer, der nicht nur sich selbst liest.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
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Der Einsame
Wie einer, der auf fremden Meeren fuhr,
so bin ich bei den ewig Einheimischen;
die vollen Tage stehn auf ihren Tischen,
mir aber ist die Ferne voll Figur.
In mein Gesicht reicht eine Welt herein,
die vielleicht unbewohnt ist wie ein Mond,
sie aber lassen kein Gefühl allein,
und alle ihre Worte sind bewohnt.
Die Dinge, die ich weither mit mir nahm,
sehn selten aus, gehalten an das Ihre -:
in ihrer großen Heimat sind sie Tiere,
hier halten sie den Atem an vor Scham.
Gedicht von Rainer Maria Rilke aus Das Buch der Bilder (2 April 1903)
beigefuegt von Anonym
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Der Idalist behauptet, an der Stirn von der Idee eines Steins getroffen worden zu sein;mehr noch, er behauptet, daß an diese Stelle die Idee einer Beule erschienen sei.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
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Anstatt etwas von Y zu lesen, ziehe ich es vor, Rousseau wiederzulesen.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
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Wie indiskret manche Schriftsteller sind! Sie lesen die Bücher anderer.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
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Der Rabe
Traurig saß ich, überwacht, einsam noch um Mitternacht,
Unter alten Folianten, von vergang'nen Zeiten schwer,
Und ich, fast entschlafen, nickte, da ich hörte, wie es pickte,
Pickte wie ein leises Klopfen an der Kammerthüre – Wer?
Kömmt besuchend, sprach ich leise, noch in später Nacht daher?
Ein Besuch ist's und nichts mehr.
Ja, ich weiß genau es noch, war es im Dezember doch,
Feuerschein strömt auf den Boden aus des Ofens Kohlenthor,
Und ich dachte, wär's doch Morgen, und vergebens wollt' ich borgen
Von den Büchern and'res Denken, als an das, was ich verlor.
An das Engelskind im Himmel, einstens meine Leonor'.
Ach, ich blieb doch wie zuvor.
Meiner Fenster Purpurkleid rauschte in der Dunkelheit,
Mich erfüllend, mir enthüllend unbekanntes Geisterdräu'n.
Meinen Herzschlag zu bezähmen, sagt ich mir: Du sollst Dich schämen,
Was soll dieses Geistergrauen? Muß es ein Besuch doch seyn,
Der noch spät Einlaß begehret, fasse Dich und ruf: Herein!
Kann es doch nichts And'res seyn.
Meine Seele wurde stark, und ich fühlte Herz und Mark,
Faßte mich und sagte: Sir oder Missis oder Miß!
O, vergebt, daß ich nicht hörte, als Eu'r Klopfen mich begehrte,
Denn ich nickte eingeschlafen. Ja, so war es ganz gewiß,
Und mit ungestümem Drange ich weit auf die Kammer riß
Und sah nichts als Finsterniß.
Da nun starrt' ich stumm hinein, schaudernd, fürchtend und allein,
Träumte, wie noch niemals, wachend, wie ich nimmer mir getraut,
Doch es blieb das dunkle Schweigen, hatte keinen Geisterzeugen,
Als die Seele, als des Herzens allertiefsten Klagelaut,
Den dem Echo ich so oft schon, wie auch jetzt, einsam vertraut,
Leonore meine Braut!
Ich ging wiederum hinein, meine Seele Glut und Pein,
Und ich hörte wieder klopfen, stärker, lauter als vorher:
Das ist an des Fensters Gittern, und ich sollte davor zittern?
Ich will öffnen, will es wissen, was da rasselt ahnungsschwer.
Bebe, meine bange Seele, bebe nicht, mein Herz, so sehr,
Ach, der Wind ist's und nichts mehr.
Und als ich das Fenster schloß, flog ein Rabe, schwarz und groß.
Wie aus einer heiligen, längst verklung'nen Sagenzeit,
Nicht auf meine Stimme hörend und von mir auch nichts begehrend,
Flatternd hin und her vor mir durch der Kammer Dunkelheit,
Setzt sich auf Minervens Büste über meine Thüre breit,
Sitzt da wie in stillem Leid.
Furcht und Grau'n verging in mir, sah ich ihn auf meiner Thür
So verhüllt in tiefes Schweigen, so gespenstisch stumm und hehr.
Ist Dein Haupt Dir auch geschoren, bist als Krähe nicht geboren,
Sprach ich. Sage dunkler Vogel, kamst Du aus dem Lethe her?
Und was ist Dein Name dorten in der Geister Nebelmeer?
Und er sagte: Nimmermehr.
Wie ich staunte, daß er sprach, sagte seine Töne nach,
Dachte: Hat ein menschlich Wesen außer mir wohl das geseh'n,
Daß nach einer Weisheitbüste einem Vogel so gelüste.
Und daß dieser Nimmermehr nun nicht will von dannen geh'n,
Kann ich ihn doch nicht bewegen, von der Stelle abzusteh'n;
Dieses ist wohl nie gescheh'n.
Und der Rabe blieb und war auf der Büste immerdar,
Sprach das einz'ge Wort noch aus mit der ganzen Seele Macht:
Nimmermehr! Da saß er schweigend, und ich fragte zu ihm neigend:
Willst Du jetzt nicht von mir lassen? Du entfliehst doch über Nacht,
Wie die Freunde, wie die Hoffnung, die einst hat bei mir gewacht.
Nimmermehr! darauf er sagt.
Wie das eine laute Wort scheuchte tiefe Stille fort,
Er vielleicht nur Solches spricht, wie es ihm sein Herr gelehrt,
Der auch einsam war und leidend und von aller Freude scheidend,
Bis sein Herz und auch sein Leben von dem Unglück ward zerstört
Und des herben Schmerzes Fülle bald auch seinen Sang beschwert,
Nimmermehr das Glück begehrt.
Meiner Seele Dunkelheit klärte sich zu Heiterkeit,
Und ich nahm ein Polsterkissen, legte vor die Thür es hin,
Ließ mich auf den Sammet nieder in Gedanken für und wider,
Was will dieser dunkle Vogel aus der Zeiten Anbeginn?
Was ist des gekrächzten Wortes dunkler, unheilvoller Sinn,
Denn ein Sinn liegt doch darin.
Und so trieb ich still und bang, forschenden Gedankengang,
Während seine Feueraugen brannten Wehe in mein Herz,
Meine Lampe, roth entflammet, färbte meiner Polster Sammet
Blutig roth, wie einst, als sie legte d'rauf ihr Haupt voll Schmerz,
Und dann schlummerte sie leise, und dann ging sie himmelwärts.
Ach, es war vergang'nen März.
Plötzlich fühlt' ich heit're Luft, mich umwallte Weihrauchduft,
Engeltritte hört' ich schweben in dem Zimmer allgemach:
Bist Du wohl ein Gottgesandter, kamst vom Himmel, Unbekannter?
Fragt' ich, willst Du Lethe bringen? O behalt sie, denn ich mag
Nicht vergessen, nur verschmerzen, diesen herben Schicksalsschlag.
Nimmermehr! der Rabe sprach.
Sandte der Versucher Dich, Dämon Vogel, sprach nun ich,
Bist ein Teufel Du vielleicht und gewißlich ein Prophet?
Kamst Du aus des Kummers Lande, schwebst an einem Zauberbande?
Giebt's Balsam in Gilead und erringt ihn das Gebet?
Kann ich glauben, daß Lenore einst mir wiederaufersteht?
Nimmermehr! der Rabe kräht.
Du Prophet, Du böser Geist, bei dem Gott, der es verheißt,
Bei der Sonne heil'gem Licht, das so Dir wie mir bald tagt,
Sage, wird in Edens Auen einst mein Aug' den Engel schauen.
Um den meine bange Seele immerfort auf Erden klagt?
Gieb mir Antwort, weil ich habe, kühn zu fragen Dich gewagt.
Nimmermehr! der Rabe sagt.
Satan! hebe Dich von mir, Vogeldämon, Lügenthier,
Fort in Sturm und Nacht hinaus, lass' mir meine Einsamkeit,
Lasse von der Weisheitbüste, daß nicht länger dort sich brüste
Solch' ein Dämon, der gekommen aus der Hölle Dunkelheit
Und schlug seine scharfe Kralle tief in meines Herzens Leid.
Nimmermehr! der Rabe schreit.
Wie so zürnend auch mein Wort, doch der Rabe ging nicht fort,
Sitzt da immer still und stumm auf der Büste kaltem Stein,
Und im Auge glühen Teufel mit der Hölle Furcht und Zweifel.
Ach! sein Schatten ragt so düster in der Lampe Purpurschein,
Meine Seele wird, ich fürchte, sich von dieses Schattens Dräu'n
Nimmermehr wohl ganz befrei'n.
Gedicht von Edgar Allan Poe (1845), uebersetzt von Elise von Hohenhausen
beigefuegt von Dan Costinaş
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