
Papier. Wir legen die Wälder um, und kritzeln sie dann mit Gemeinplätzen voll.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Gleichartige Zitaten

Abends vom Berg
Abends vom Berg hoer ich die Floete noch weine,
Herden ziehn, als funkelnd die Sterne erscheinen,
Quirlender Quell schluchzt in dem Born, wie im Traume;
Liebste, du harrst bei dem Akazienbaume.
Heiliger Mond schwebt ueber dichten Gewinden,
Schuetteres Laub moechte dein Auge hier finden,
Hoch in der Nacht flimmern schon feucht die Gestirne,
Sehnend die Brust, voll von Gedanken die Stirne.
Wolken entfliehn, schmmern im Daemmerlicht schwaecher,
Hoeher hinauf dringen gealterte Daecher,
Hoere den Feldbrunnenmast aechzen im Winde,
Rauch fuellt das Tal, Floetenton murmelt gelinde.
Muede vom Feld kommen mit Sensen die Leute;
Schlagbrett ertoent, staerker noch rattert es heute,
Glocke schallt tief unten aus alternder Kehle.
Gluehend entbrennt mir von der Liebe die Seele.
Bald wird der Schlaf ueber die Haeuser sich legen:
Bald komm auch ich eilemden Schritts dir entgegen;
Bleiben wir dann nachts in dem Dunkel verborgen:
Werden wir lang kosen uns, bis in den Morgen.
Kopf neben Kopf, uns immer enger gehalten,
Schlafen voll Glueck laechelnd wir unter dem alten
Baume.- Ach, wer wuerde nicht gerne das Leben
Fuer eine solch herrliche Wonnenacht geben?
Gedicht von Mihai Eminescu, uebersetzt von Zoltan Franyo
beigefuegt von Simona Enache
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Karyatiden. Nur ein boshafter Architekt konnte eine solche Bürde auf die Schulter der Frauen legen.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Viele legen eine Binde vor die Augen, bloß um über die Dunkelheit klagen zu können.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Und heute will ich meine Langeweile zu Papier bringen, für die Leser. Damit auch sie sich langweilen.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Es gibt Verse, die ätzen das Papier wie eine Säure, sosehr wollen sie in Stein gemeißelt werden.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Kunst ist Anklage, Ausdruck, Leidenschaft! Kunst, das ist schwarze Zeichenkohle, die sich auf weißem Papier zermürbt!
Günter Grass în Die Blechtrommel (1959)
beigefuegt von Dan Costinaş
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Technisch gesehen, müßten die Kulissen der Hölle voll Brennstoff stecken.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Nichts ist so voll und ganz das Werk unseres freien Willens wie Zuneigung und Freundschaft.
Zitat von Michel de Montaigne
beigefuegt von Dan Costinaş
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Faust: Was willst du böser Geist von mir? Erz, Marmor, Pergament, Papier? Soll ich mit Griffel, Meißel, Feder schreiben? Ich gebe jede Wahl dir frey.
Rolle aus Faust von Goethe (1808)
beigefuegt von Dan Costinaş
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Der Abend
Mit toten Heldengestalten
Erfüllst du Mond
Die schweigenden Wälder,
Sichelmond -
Mit der sanften Umarmung
Der Liebenden,
Den Schatten berühmter Zeiten
Die modernden Felsen rings;
So bläulich erstrahlt es
Gegen die Stadt hin,
Wo kalt und böse
Ein verwesend Geschlecht wohnt,
Der weißen Enkel
Dunkle Zukunft bereitet.
Ihr mondverschlungnen Schatten
Aufseufzend im leeren Kristall
Des Bergsees.
Gedicht von Georg Trakl
beigefuegt von Dan Costinaş
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Öl und Blut
In Goldgrüften und Lapislazuli
Leiber der heilgen Männer, heilgen Fraun:
Wundersam Öl entströmt, des Veilchens Duft.
Doch unter schwerer Last gestampften Lehms
Ruhn Leiber der Vampire voll des Bluts;
Blutig ihr Lailach, ihre Lippen naß.
Gedicht von William Butler Yeats (1928), uebersetzt von Franz Baermann Steiner
beigefuegt von Dan Costinaş
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Es wundert dich...
Es wundert dich mein ungewöhnlich Sinnen?
Die Glut der Liebe zehrt an meinem Leben;
Es müht sich der Gedanke, todt im Streben,
In heißer Brust Entfaltung zu gewinnen.
Im Auge quillts; laß mich die Schleues heben,
O laß die Wasser fluten, nur von innen
Den Strom der Thränen in die Wüste rinnen,
Damit die Todten alle wieder leben!
Der Mittag glüht; die matten Blumen neigen
Die Häupter stumm, die trocknen Wälder schweigen,
Bis Abends Thau vom Himmel ist gesunken.
Da wird es wieder laut im Blumenreigen;
Es singt und jubelt in den nassen Zweigen,
Als hätte jedes Blatt ein Lied getrunken.
Gedicht von Hermann von Gilm (1863)
beigefuegt von Anonym
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Auferstehung. Stellen Sie sich vor, was dann in den Bussen los ist?
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Der Morast stört uns erst dann, wenn er uns die Schuhe bescchmutzt.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Wenn ich Beruhigungsmittel suche, dann rege ich mich am ärgsten auf.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Die Liebe ist der Punkt, wo sich auch die Egoisten dann und wann vergessen.
Zitat von Johann Nestroy
beigefuegt von Dan Costinaş
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Er bezahlt dir einen Kognak und wundert sich dann, daß du den Mut hast, ihm zu widersprechen.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Man kann einen Stern durch das Schlüsselloch betrachten. Das heißt dann perspektive.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Dieses kleine Stück Blei, das den Menschen durchbohrt, um dann in ein Zaun steckenzubleiben.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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Wir werden Räume von künstlicher Schwerelosigkeit schaffen, in den wir dann Sessel zur Simulierung der Gravitation montieren.
Aphorismus von Valeriu Butulescu, uebersetzt von Anton Herman
beigefuegt von Simona Enache
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